Carries komische Werkstatt
  Ein harter Kampf
 


Kapitel 13 - Ein harter Kampf

Als wir immer tiefer in den Wald vordrangen und schließlich kaum mehr ein Lichtstrahl durch die dichten Blätter fiel, verringerten wir unser Tempo. Durchnässt bis auf die Knochen, kämpften wir uns durch Zweige von allerlei Dornengestrüpp und bei jedem Schritt, den wir taten, sanken wir leicht in den matschigen Boden ein. Dichter Nebel erschwerte uns die Sicht zudem auch noch, und so blieb mir nichts anderes übrig, als mich mit den Füßen nach vorn zu tasten.
„Es ist wirklich unglaublich dunkel. Ich habe das Gefühl, als würde ich mit geschlossenen Augen umher irren.“ murmelte ich leise vor mich hin und schüttelte mit dem Kopf.
Aurelia ließ es an, der für mich so wichtigen Vorsicht mangeln. Sie stapfte ziemlich ungeschickt vor sich hin und trat ziemlich oft auf herabgefallene Zweige, die dabei leise knackten. „Für einen Vampir, ist sie ziemlich ungeschickt.“ dachte ich mir, und ein leises Seufzen entwich meinen Lippen.

Es war bereits einige Zeit vergangen, als uns plötzlich die Erschöpfung überkam. Mittlerweile hatten wir den Wald hinter uns gelassen und nun durchstreiften wir eine triste Landschaft. Soweit das Auge reichte, war nur grünes Gras zusehen. Ab und zu begegnete uns auch ein einsamer abgestorbener Baum.
„Ich würde gerne wissen, wie viel Zeit mir noch bleibt. Vor Mitternacht sind wir nicht zurück in Târgoviste und meine vier Stunden sind sicher bald um. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Dracula weiß, wo wir uns aufhalten.“ sprach ich nachdenklich, während der Wind mir ins Gesicht blies. Der Regen hatte schon längst wieder nachgelassen, doch noch immer fielen ein paar Tropfen vom grauen Himmel hinab. Ion, der inzwischen wieder aus seiner Ohnmacht erwacht war, aber noch immer etwas benommen neben uns herlief, sah mich unsicher an. „Was ist mit den anderen? Warten sie darauf, dass du zurück kommst, oder wollen sie es allein mit Dracula aufnehmen?“ fragte er schließlich und sah wieder gerade aus. „Ich sagte Rosa und Nyria, dass ich zurück kommen werde und das sie warten sollen. Ich kann nur hoffen, dass sie das auch tun.“ Ion wippte mit seinem Kopf hin und her. „Ich glaube das Cosmin beruhigt wäre, wenn du beim Kampf nicht dabei wärst. Er hat dich bestimmt sehr in sein Herz geschlossen und er mag auch nicht jeden. Aber jedenfalls könnte er nicht damit leben, wenn dir etwas geschehen würde.“
Versonnen dachte ich nach. Mir war klar, dass Cosmin und die anderen Dracula unterschätzten, doch dies könnte tödlich für sie ausgehen. Im Kampf gegen ihn, brauchen sie jeden Mann. Immerhin zählte der Graf nicht umsonst zu den gefährlichsten Wesen dieser Welt.
„Seht nur, die Sonne geht auf!“ rief Aurelia plötzlich entzückt und ich schreckte auf. Hinter den Bergen, die man am Horizont erblicken konnte, sah man ein kleines Stück des Himmelkörpers. Fasziniert sah ich dabei zu, wie die Sonne immer mehr zum Vorschein kam und alles erhellte. Doch plötzlich hallte das Läuten einer Glocke durch die Landschaft und ich sah mir über die Schulter. Ich sah nur noch die spitzen Dächer des Schlosses und obwohl wir bereits schon so weit von ihm entfernt waren, war das Läuten so laut, als ob wir direkt vor ihr stünden.
„Es sind sechs Uhr. Die Schlossglocken läuten nur zum Morgengrauen und zur Mitternachtsstunde.“ erklärte Ion. Als der Lärm leiser zu werden schien, zerriss plötzlich ein gellender Schrei unsere Unruhe und ich sah mich hastig um.

Erschrocken blieb mein Blick an Aurelia hängen, die ängstlich ihre Hände betrachtete. Mir stockte beinahe der Atem, als ich sah, dass ihr Körper fast durchsichtig geworden war. Ich kniete mich nieder und wollte nach ihren Schultern greifen, doch meine Arme gingen einfach durch den kleinen Leib hindurch. Erst jetzt bemerkte ich, dass sich auch mein Körper aufzulösen begann. Meine Schwester kreischte wild, während Tränen in Strömen ihre Wangen hinunter liefen.
„Was passiert mit uns?“ fragte Ion unsicher, doch in seiner Stimme lag kein hauch von Angst. „Ich weiß es nicht. Aber es wird nichts Gutes geschehen.“ antwortete ich ihm ruhig.
Gerade als ich Aurelia etwas beruhigen wollte, wurde alles schwarz um uns herum und in meinem Kopf begann sich alles zu drehen.

Als ich wieder zu Sinnen kam, fand ich mich in einem dunklen Raum wieder. Unter meinen Füßen lag ein dunkelroter Teppich und an den Wänden hingen violette Vorhänge. Genau vor mir befand sich ein halbrunder Kreis aus Blumenkästen, aus denen rote Rosen ragten. Als ich meine Augen weiter durch den Raum gleiten ließ, entdeckte ich eine düstere Gestalt. Als ich erkannte, um wen es sich handelte, ging ich einen Schritt auf diese Person zu.
„Ich hätte mir denken können, dass Ihr etwas damit zu tun habt.“ sagte ich kühl und blies mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Vor mir auf einem metallenen Stuhl, gleich neben einem geschlossenen Sarg, saß Dracula - das Wesen, dass ich wohl am meisten hasste auf dieser Welt. Der Graf lachte amüsiert auf. „Du kannst dich doch noch sicherlich an mein Angebot erinnern, oder nicht? Ich gab dir vier Stunden und diese sind jetzt um.“ sprach der fürchterliche Vampir und nahm einen Schluck aus einem Glas, in dem sich eine seltsame rote Flüssigkeit befand. Ich wusste sofort, welche Flüssigkeit er dort zu sich nahm. „Nun, wie hast du dich entschieden, kleine Stela Bäsescu? Glaube mir, dir wird an nichts fehlen, ich werde dich wie eine Königin behandeln, die du dann auch sein wirst. Du würdest die Königen der Vampire sein und könntest gemeinsam mit mir, die Welt regieren. Sag mir, wie hast du dich entschieden!“ Als der Graf zu ende gesprochen hatte, verließ ein verächtliches Schnauben meinen Mund. Bei dem Gedanken daran, ein ganzen Leben an seiner Seite verbringen zu müssen, wurde mir beinahe schlecht. Ich senkte meinen Kopf ein wenig und sah ihn dann mit einem hasserfüllten Blick an. „Wegen Ihrer Armee sind meine Mutter und mein Bruder tot, um meinen Vater steht es auch nicht gerade besonders gut. Wegen Ihnen ist meine Schwester nun ebenfalls ein Vampir. Euch liegt doch nichts an mir, sondern Ihr wollt nur sicher gehen, dass Sie meine Kräfte nicht mehr fürchten müssen. Und ein Leben an der Seite des schlimmsten Mörders aller Zeiten? Nein danke, dann wäre ich lieber tot!“ rief ich aufgebracht und achtete genaustens darauf, dass ein spöttischer Ton in meiner Stimme lag. Ich wollte ihm zeigen, dass ich keine Angst vor ihm habe und ihn verachte. Draculas Gesichtsausdruck war nun nicht mehr amüsiert, sondern ernst. Allem Anschein nach, hatte er mit solch einer Antwort nicht gerechnet.
Langsam stellte er das Glas beiseite und stand auf. Für einige Augenblicke verharrte er schweigend in seiner Position, doch dann kam er mit schnellen Schritten auf mich zu. „Ist dies wirklich deine Entscheidung? Willst du sie nicht noch einmal überdenken? Du weißt, was ich mit dir und all deinen Freunden machen werde. Ihr werdet einen qualvollen Tod erleiden – bedeutet dir das Leben deiner Liebsten tatsächlich so wenig? Du wirst für ihre Leiden verantwortlich sein, willst du das etwa?“

Empört wich ich vor seiner Frage zurück. „Nein natürlich nicht, aber...“ stammelte ich, doch Dracula unterbrach mich. „Fragen wir doch deine Freunde, was sie dazu sagen, dass du sie im Stich lassen möchtest.“ „Aber das möchte ich doch gar nicht!“ rief ich aufgebracht und die Fassungslosigkeit in mir wurde immer größer. Wie konnte er es nur wagen, solche Dinge zu behaupten. „Aber wie würdest du das denn nennen? All deine Freunde, die dich lieben und dir vertrauen, sind des Todes geweiht, nur weil du es ablehnst ein Leben neben mir zu führen. Deine Bedürfnisse scheinen dir wichtiger zu sein, als die Leute um dich herum. Du spielst dich als Retterin der Menschheit auf, aber in Wahrheit bist du nur hier, weil du deinen Vater retten willst!“ sprach er ruhig und er schien es zu genießen zu sehen, wie meine Augen sich vor entsetzen weiteten. Sprachlos musterte ich ihn. Er drehte mir den Rücken zu und ging davon, während er eine seltsame Zauberformel vor sich hin murmelte.
Nach wenigen Augenblicken standen plötzlich Cosmin und die anderen verwundert vor mir und sahen sich um. Mit einem schlechten Gewissen ging ich einige Schritte unbemerkt zurück, bis ich gegen eine Wand stieß. „Wo, wo sind wir?“ konnte ich Nyria ängstlich fragen hören und sie schmiegte sich unsicher an Rosas Schulter. „Dracula, du ekelhafter Mistkerl!“ rief Cosmin blitzartig, als er den Grafen in dem dunklen Raum entdeckt hatte. Sofort zog er sein Schwert und stellte sich schützend vor die anderen – die sich ebenfalls in eine Kampfposition begaben.

„Sie werden mich hassen wenn Dracula ihnen das erzählt, was er mir vorhin gesagt hatte.“ dachte ich verzweifelt und ließ mich zu Boden sinken. Dass er log, wusste ich, doch was sollte ich ihm schon entgegen setzten – wer würde mir schon glauben? Ich war die ganze Zeit lang ein Feigling, habe mich immer nur ängstlich hinter meinen Freunden versteckt. Aber ich hatte nie die Absicht gehabt, sie im Stich zu lassen oder mich gar als Retterin der Menschheit darzustellen. Doch wenn ich Draculas Angebot annehmen würde, dann würde er trotzdem nicht aufhören, die Menschen zu terrorisieren und zu morden.
„Stela, hör nicht auf ihn!“ sprach plötzlich leise eine kindliche Stimme. Als ich aufsah, konnte ich Aurelia und Ion vor mir stehen sehen. „Deine Schwester hat recht!   Merkst du denn nicht, dass er dich nur verunsichern möchte? Wir wissen, dass du nicht egoistisch bist und nur an dich denkst. Zeig ihm, wo es lang geht und wehr dich endlich mal!“ rief Ion und plötzlich waren alle Augen auf mich gerichtet.
„Stela, du hier? Hat er dir etwas angetan?“ wollte Cosmin von mir wissen, während er auf mich zu kam und sich neben mir nieder kniete. Plötzlich lachte Dracula hell auf. „Du solltest lieber von ihr fern halten!  Ob ihr es glaubt oder nicht, sie möchte euren Tod. Ich stellte sie vor die Wahl, sagte ihr, wenn sie mit mir zusammen arbeitet, dass ich euch dann am leben lasse. Doch sie lehnte tatsächlich ab und nimmt euren Tod in kauf. Eine tolle Freundin habt ihr dort.“ sagte er, und in seinen Augen sah ich dieses seltsame triumphierende Funkeln. Unsicher blickten mich Alin, Nyria, Ethgar und Rosa an, nur Cosmin ließ sich von seinen Worten nicht beirren. Er griff sicher und mit einem aufmunternden Lächeln nach meiner Hand und sagte dann: „Vlad, scheinbar hast du dich kein bisschen verändert!  Du versuchst noch immer mit den selben Methoden Freundschaften zu zerstören und alle gegeneinander aufzuhetzen. Du solltest dir langsam mal eine andere Strategie ausdenken, denn tausendmal falle ich nicht auf dich herein!  Davon mal abgesehen, ich hätte es niemals zu gelassen, dass sie solch ein Angebot annimmt, nur um uns zu schützen!  Außerdem hat sie deinen Vorschlag abgelehnt, weil sie deine perversen Machenschaften nicht unterstützt und nicht weil sie egoistisch oder uns gar hintergehen will!“

Stoisch erhob sich Cosmin wieder, während er einen kleinen Seitenblick zu dem zornigen Vampirgrafen warf. Locker legte er sein Schwert auf seine Schulter und zog mich zu sich hoch. Der Silberhaarige schien die anderen mit seiner kurzen Rede überzeugt zu haben, denn nun sahen auch sie wütend den selbst ernannten Herrscher der Vampire an.

„Wie ich sehe, seid ihr alle seiner Meinung. Um ehrlich zu sein, ich hatte euch für schlauer gehalten!  Aber scheinbar seid ihr des Lebens müde und wollt es nicht anders, oder denkt ihr, ich lasse euch jetzt noch lebend gehen?“ Wieder sprach Dracula einen Zauber aus, wobei er seine Arme langsam durch die Luft schweifen ließ. Bereits nach kurzer Zeit, tauchte vor ihm ein glühend rotes Schwert auf, das so aussah, als ob es aus purem Feuer bestehen würde. „Mit den meisten von euch habe ich noch eine Rechnung zu begleichen... Ich werde sehr viel Spaß mit euch haben. Und mit den Mädchen fange ich an!“ sagte er lachend und nahm seine Zauberklinge in die Hand. „Du solltest uns nicht unterschätzen!  Wir sind in der Überzahl und noch lange nicht so schwächlich, wie du denkst!  Dein Platz ist in der Hölle und dahin bringen wir dich jetzt!“ brüllte Cosmin den Schwarzhaarigen an.
Plötzlich verschwand Dracula und tauchte gleich vor mir auf. „Du stirbst als erste. Noch nie hat sich mir jemand so frech entgegengestellt wie du!  Und jetzt..“, er hob seine Hand gegen mich, sodass ich gegen die Wand prallte und mich nicht mehr bewegen konnte. „werde ich dich zu deiner geliebten Mutter und zu deinem Bruder ins Jenseits befördern, kleines Mädchen.“ „Hilfe!“ schrie ich verzweifelt und kniff die Augen zusammen.
Cosmin zückte das Schwert und hielt es Dracula entgegen. „Lass deine Finger von ihr, du Schwein!“ Mit schnellen Schritten rannte der Silberhaarige auf seinen Gegner zu und beide versanken in einen schnellen und geschickten Schwertkampf. Ich sah schnell, dass Cosmin Dracula weit unterlegen war. Er hatte einfach zu gute Reflexe, seine Hiebe waren kraftvoll und seine Mordlust war unvorstellbar. Mit einem kräftigen Schwinger schlug der Graf Cosmin gegen die Zimmerdecke und er prallte hart auf.
„Sei vorsichtig!  Bitte!“ kreischte ich panisch aus der anderen Ecke des Raumes. Der Silberhaarige zuckte auf und wollte sich wieder vom Boden erheben. Doch da ging der Kampf auch schon wieder weiter. Wie leuchtende Blitze schwangen ihre Schwerter umher und immer mehr Blut klebte an den Klingen.

„Ich muss etwas tun, ich will ihn nicht auch noch verlieren...“ dachte ich und rannte einige Schritte auf die Beiden zu. Kurz bündelte ich meine Kräfte und Gedanken, beschwörte das Feuer in meinem Inneren. Als ein runder Feuerball zwischen meinen Händen kreiste, visierte ich Dracula an und schleuderte den Ball auf in. Doch mit einem Lächeln auf den Lippen drehte er sich ruckartig um und sein Schwert absorbierte meine Magie einfach. „Wie kann das sein?“ schrie ich entsetzt und wich zurück. Rasant schnellte der Vampir auf mich zu und schleuderte mich durch das Zimmer. Er stand vor mir und hielt mir seine feurige Klinge an den Hals.
„Nein!  Lass Stela am Leben, bitte!  Helft ihr doch!“ gellte Aurelia weinend und klammerte sich an Nyria.
Ruhig schloss ich meine Augen. „Jetzt ist es aus!  Bitte verzeih mir Vater.“

Damit rechnend, jeden Augenblick das lange Schwert in die Kehle gestochen zu bekommen, sog ich die Luft scharf ein – aber es geschah einfach nichts!  Überrascht öffnete ich meine Augen und mir stockte der Atem.
Cosmin hatte sich in letzter Sekunde vor mich geworfen und Draculas Klinge steckte tief in seinem Rücken. Mit weit aufgerissenen Augen blickte er mich an. „Cosmin,... oh nein, Cosmin!“ kreischte ich entsetzt und legte meine Hände auf seine Wangen. Sie waren wie immer kalt, doch es schien mir so, als ob seine Haut in diesem Augenblick viel blasser war als sonst.
„Du dummer Kerl!  Wie kann man bloß sein Leben für jemand anderes Opfern?!“ fragte der Graf spöttisch, doch man sah ihm an, dass er ebenfalls schockiert war. Denn er zog sein Schwert rasch wieder aus seinem Körper hinaus. Ich beachtete die grausamen Worte des Vampirs nicht, denn ich zuckte erschrocken zusammen, als ich sah, wie viel Blut aus der klaffenden Wunde floss. Schon nach wenigen Augenblicken war der Boden von einer riesigen Blutlache bedeckt und mein Kleid darin getränkt.
„Bit.. Bitte, so sag doch etwas..“ bat ich den Silberhaarigen stammelnd, während ich seinen Kopf vorsichtig auf meinem Schoß bettete. Doch er sagte nichts, warf mir nur ein zufriedenes Lächeln zu. Unwillkürlich rannen Tränen mein Gesicht hinab und fielen auf Cosmins Stirn.
„Du dreckiger Mistkerl!“ brüllte Alin plötzlich und verwickelte Dracula zusammen mit Ethgar in einen Kampf. Während der Graf abgelenkt war, kamen Rosa und Nyria zu uns und knieten sich nieder. „Er verliert zu viel Blut!  So kann er seine Verletzung nicht regenerieren..!“ stellte die Blonde bestürzt fest. „Ich werde ihn heilen, keine Sorge!“ sprach Nyria und legte ihre Hände auf seine Wunde. Gerade als sie ihre Augen geschlossen hatte, kam Dracula auf uns zu gesprungen und schleuderte die Grauhaarige gegen die gegenüberliegende Wand.
„Du wirst mir keinen Strich durch die Rechnung machen, kleine Heilmagierin!“ rief der Vampir und lachte zufrieden, als Nyria ohnmächtig zusammen sank.

Plötzlich brach eine innere Kälte über mich herein. Ich war kaum mehr in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen, alles zog wie in Zeitlupe an mir vorbei.
„Alle die ich liebe, müssen sterben... Ich kann es nicht mehr ertragen!  Ich besitze solche Kräfte und kann trotzdem niemanden beschützen. Ich bin Schuld, wenn Cosmin und die anderen sterben werden. Ich allein!“ Das war das einzige, was ich denken konnte.
„Stela, verbanne Dracula von dieser Welt, damit er kein Unheil mehr anrichten kann. Nehme all deinen Mut und deine Kraft zusammen, besiege ihn, denn du bist die einzige, die das noch kann. Er hat nie Lieben gelernt, daher weiß er nicht, wie er mit anderen Lebewesen umzugehen hat...“ sprach Cosmin auf einmal und riss mich aus meiner Starre. Er nahm meine Hand in seine und redete dann weiter: „Ich habe dir ver.. versprochen dich zu beschützen, aber ich glaube, das kann ich nun nicht mehr. Bitte,... verzeih mir, es tut mir so Leid, mein kleiner Engel. Ich... ich li.. liebe...“ Doch plötzlich brach er seinen Satz ab und seine Augenlider schlossen sich.


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